Börsenwoche: Warum diese Rüstungsaktie weiter durchstarten könnte

Liebe Leserinnen und Leser,

die Aktie des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin war in den vergangenen Wochen und Monaten bereits stark gelaufen. Zum Auftakt in die neue Woche konnte der Kurs weiter zulegen und markierte beim Stand von 692 Dollar ein neues Rekordhoch. Doch sind nach Beginn des Iran-Kriegs für die Aktie vielleicht noch viel höhere Kurse möglich?

Geopolitik bewegt die Märkte

Die Eskalation im Nahen Osten macht sich auch an der Börse deutlich bemerkbar. Der Ölpreis schießt in die Höhe und Anleger flüchten in vermeintlich sichere Häfen wie Gold, den US-Dollar sowie den Schweizer Franken. Dazu profitieren vor allem Aktien von Rüstungsunternehmen.

US-Präsident Donald Trump sprach zum Auftakt der Militäroperation von einem Zeitrahmen von bis zu vier Wochen. Ziel des Einsatzes ist demnach nicht nur die Zerstörung der Nuklearanlagen und des Raketenarsenals, sondern nach Worten von Trump auch der Sturz des Mullah-Regimes.

Zwar wurden in den ersten Tagen bereits zahlreiche Führungskräfte des Regimes getötet, darunter Ober-Mullah Ajatollah Chamenei, doch die Gegenangriffe des Irans dauern an und zeigen, dass der Machtapparat weiter intakt ist. Auch gibt es viele Experten, die darauf verweisen, dass Luftangriffe noch nie zu einem Regime-Change geführt hätten.

In jedem Fall deuten die ambitionierten Ziele der USA auf einen längeren und intensiveren Einsatz hin. Dies passt auch zu den neuesten Äußerungen von Trump, wonach eine große Angriffswelle noch bevorstehe und selbst eine Bodenoffensive möglich sei.

Lockheed Martin als Profiteur

Und genau hier kommt mit Lockheed Martin einer der wichtigsten Ausrüster der US-Streitkräfte ins Spiel. Das Unternehmen beliefert Air Force, Navy und Army mit einem breiten Arsenal moderner Waffensysteme. Das Portfolio reicht von Kampf- und Transportflugzeugen über Raketenabwehrsysteme bis hin zu ballistischen Kurz- und Mittelstreckenraketen.

In einem Szenario steigender Verteidigungsausgaben und zunehmender globaler Spannungen sitzt der Konzern damit strategisch in der ersten Reihe. Denn strukturell ist nicht der einzelne Konflikt entscheidend, sondern vielmehr der massive Ausbau des US-Verteidigungshaushalts. Dieser dürfte im laufenden Jahr erstmals rund eine Billion US-Dollar erreichen und könnte im kommenden Jahr sogar auf 1,5 Billionen Dollar anwachsen.

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Auch charttechnisch spricht vieles für Stärke: Seit Dezember befindet sich die Aktie in einem starken Aufwärtstrend und hat in dieser Zeit bereits 54 Prozent zulegen können. Technisch ist der Wert zwar etwas heiß gelaufen und damit eigentlich reif für eine Gegenbewegung, dennoch könnten die jüngsten Entwicklungen weiteren Rückenwind verleihen – mit Kurszielen von 700 und 750 Dollar.

Mit einem Forward-KGV von 22 liegt die Bewertung zwar etwas über dem historischen Durchschnitt, angesichts der geopolitischen Lage und der Dynamik im US-Verteidigungshaushalt erscheint sie jedoch nicht überzogen. Für die Aktie spricht außerdem eine stabile Dividendenrendite von rund 2 Prozent.

Beste Grüße,

Ihr Alexander Hirschler

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