Liebe Leserinnen und Leser,
eine Aktie, die derzeit keine Grenzen zu kennen scheint, ist die Aktie von Robinhood. Der Kurs des US-Online-Brokers hat sich in diesem Jahr bereits mehr als verdreifacht. Seit den Tiefs von Anfang April ging es sogar um mehr als 300 Prozent nach oben. Hat die Aktie noch weiteres Potenzial oder entwickelt sich hier gerade eine Blase?
Traumhafte Zahlen
Das Fintech-Unternehmen hat Ende Juli exzellente Zahlen vorgelegt und die Erwartungen damit klar übertroffen. Besonders im Krypto-Bereich gab es deutliche Zuwächse.
Gemeldet wurde ein Umsatzwachstum von 45 Prozent auf knapp eine Milliarde US-Dollar. Die Krypto-Sparte verzeichnete fast eine Umsatzverdopplung. Der Konzern erzielte Netto-Einzahlungen in Höhe von 13,8 Milliarden Dollar und konnte das verwahrte Vermögen annähernd verdoppeln.
Der Nettogewinn stieg um 105 Prozent auf 386 Millionen Dollar. Je Aktie verdiente Robinhood 0,42 Dollar und übertraf damit die Marktprognosen von durchschnittlich 0,31 Dollar um fast 37 Prozent.
Mega-Wachstum führt zu Kurszielanhebungen
Die Zahlen haben unterstrichen, dass das Unternehmen nicht nur von einer vorübergehenden Markteuphorie profitiert, sondern von einer strategisch klugen Weiterentwicklung und einer substanziellen Verbesserung des Geschäftsmodells.
Das kommt auch bei den Analysten gut an, die nach den Juli-Zahlen ihre Kursziele weiter nach oben geschraubt haben. Das höchste Kursziel am Markt kommt von JMP Securities und liegt bei 130 Dollar.
Was tun mit der Robinhood-Aktie?
Die Aktie hat nach einer kurzen Konsolidierungsphase und einem schwachen Start in den August zu Beginn der vergangenen Woche wieder neuen Schwung aufgenommen. Am Freitag erreichte das Papier ein neues Rekordhoch, was den Bullen nun weitere Argumente liefert.
Die nächsten charttechnischen Kursziele liegen im Bereich der JMP-Prognose von 130 Dollar. Möglicherweise kommt es auf diesem Niveau zu einer Gegenbewegung/Konsolidierung.
Langfristig traue ich der Robinhood-Aktie aber noch deutlich mehr zu, zumal das KGV auf Basis der erwarteten Gewinnschätzungen für 2026 mit unter 60 auch nicht exzessiv teuer ist.
Gelingt es dem Unternehmen, sich als führende Plattform von tokenisierten Assets zu etablieren und die regulatorischen Hürden zu meistern, ergeben sich für die Company und die Aktie weitere Katalysatoren.
Beste Grüße,
Ihr Alexander Hirschler