Börsenwoche: DAX-Highflyer mit Dip – Kaufchance?

Liebe Leserinnen und Leser,

die MTU-Aktie hat zuletzt mit deutlichen Verlusten auf die Halbjahreszahlen reagiert. Der Kurs fiel um bis zu 9 Prozent auf 349,40 Euro. Dabei hat der Triebwerksbauer seine Jahresziele angehoben und sich auch mittelfristig hohe Ziele gesetzt. Handelt es sich also bloß um Gewinnmitnahmen oder steckt doch mehr dahinter?

Umsatz und Gewinn steigen deutlich

Beim DAX-Konzern laufen die Geschäfte auf Hochtouren. Für das erste Halbjahr in 2025 meldete das Unternehmen einen um Sondereffekte bereinigten Umsatzanstieg von 21 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn (EBIT) schnellte um satte 40 Prozent auf 657 Millionen hinauf. Die entsprechende Marge verbesserte sich von 13,7 auf 15,9 Prozent.

Unter dem Strich verdiente MTU 479 Millionen Euro und damit ebenfalls rund 40 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Prognose angehoben

Angesichts der starken Geschäftsentwicklung traut sich das Unternehmen für das Gesamtjahr nun Umsätze zwischen 8,6 und 8,8 Milliarden Euro zu. Zuvor lag die Prognose noch bei 8,3 bis 8,5 Milliarden Euro. Dazu soll das Plus beim bereinigten operativen Ergebnis nun im niedrigen bis mittleren 20-Prozent-Bereich liegen. Bislang war ein Anstieg im mittleren 10-Prozent-Bereich erwartet worden.

Außerdem hat der Triebwerkshersteller auch erstmals konkrete Ziele bis 2030 ausgegeben. Demnach sollen die Umsätze bis zum Ende des Jahrzehnts auf 13 bis 14 Milliarden Euro steigen, was einem deutlichen Plus von etwa 60 Prozent gegenüber den Zielvorgaben für 2025 entspricht. Die bereinigte EBIT-Marge wird in einem Korridor von 14,5 bis 15,5 Prozent erwartet.

MTU hat starke Zahlen über den Erwartungen vorgelegt, die Jahresziele angehoben und dazu auch noch gute mittelfristige Perspektiven aufgezeigt. Im Vorfeld der Zahlen war die Aktie aber bereits gut gelaufen, sodass Anleger einen günstigen Zeitpunkt für Gewinnmitnahmen sahen. Zumal das Unternehmen die Prognosen bereits Mitte Juni angehoben hatte.

Kurs stabilisiert sich

Der jüngste Dip hat den Kurs wieder an die Ausbruchsmarke von 356 Euro zurückgeführt, wo das Kaufinteresse aber wieder zunimmt. Steigt die Aktie zurück über die 50-Tage-Linie (SMA50), könnte es auch schnell wieder in Richtung Rekordhoch bei 395,80 Euro nach oben gehen.

Die Analysten von Deutsche Bank, Jefferies und UBS trauen der Aktie mit Kurszielen zwischen 425 und 450 Euro sogar neue Höchstkurse zu.

Ich bleibe ebenfalls positiv gestimmt und betrachte den jüngsten Rücksetzer als gute Einstiegschance. Die Geschäfte boomen und die weiteren Aussichten stimmen ebenfalls. Auch wenn man angesichts eines KGVs von 23 keine Riesensprünge mehr erwarten sollte, dürfte der Aufwärtstrend weitergehen.

Beste Grüße,

Ihr Alexander Hirschler

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